Psychologie studieren mit Fachhochschulreife?

Psychologie ist ein interessanter wie auch stark nachgefragter Studiengang. Präsenzhochschulen haben aufgrund des großen Andrangs von Studieninteressierten bei gleichzeitig begrenzten Studienplätzen häufig einen Numerus clausus als zusätzliche Hürde. Wer da nicht einmal ein Abitur mitbringt, wird da gleich zusätzlich abgeschreckt. Wenn du “nur” die Fachhochschulreife hast, kannst du aber dennoch ein Psychologie-Studium ergreifen. Mehr dazu gleich.

++Update++
Wenn wir mal ehrlich sind, ist es fast aussichtslos mit der Fachhochschulreife einen Psychologie Studienplatz in Deutschland zu bekommen. Schau dir daher lieber direkt das Angebot der privaten Schulen, wie der Hochschule Fresenius, oder der PFH Göttingen an.

Wichtig: Das Land Niedersachsen, hat die Abschlüsse der PFH Göttingen mit denen an einer Universität gleichgestellt. In der Folge erlangen Studenten der PFH, ab sofort auch die formale Qualifikation, um eine Zusatzausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten anzuschließen. Mehr dazu unter: www.pfh.de/psychologie-studieren

Uni, FH, Privat, Fernstudium?

Studienvoraussetzungen an staatlichen Hochschulen und Universitäten werden von den jeweiligen Bundesländern und den einzelnen Hochschulen festgelegt. Ob du somit Psychologie mit Fachhochschulreife studieren kannst, hängt konkret an dem Bundesland und die Hochschule oder Universität, an die du willst. Somit kann die Fachhochschulreife dir im Einzelfall ermöglichen, Psychologie auch an einer Universität zu studieren.

Wie der Name Fachhochschulreife schon sagt, ist aber der Weg an eine Fachhochschule – heute meist verkürzt Hochschule – in der Regel offen. Das gilt dann auch entsprechend für einen Psychologie-Studiengang an einer Fachhochschule.

Bei privaten Hochschulen ist die Fachhochschulreife in vielen Fällen für eine Studienaufnahme ausreichend. Das gilt auch für das Fach Psychologie. Gerade wenn es sich um eine Fernhochschule handelt, du somit ein Fernstudium anfangen willst, setzen die privaten Hochschulen auf eigene Zulassungskriterien wie beispielsweise ein Motivationsschreiben (mehr dazu hier: www.psychologie-ohne-nc.de).

Mit der Fachhochschulreife ein Psychologie-Fernstudium zu beginnen – vor allem, da es hier keinen Numerus clausus gibt – ist in der auch problemlos möglich. Einen Überblick über die beliebtesten Anbieter findest du hier:

bachelor-fernstudium-vergleichPFH – Private Hochschule Göttingen
Psychologie (B.Sc)
ca. 12.554,00 Euro

www.pfh.de

gesundheitsmanagement-fernstudiumAPOLLON Hochschule der Gesundheitswirtschaft
Angewandte Psychologie – Bachelor of Arts (B. A.)
ca.12.232,00 Euro

www.apollon-hochschule.de

bwl fernstudiumEuropäische Fernhochschule Hamburg
Psychologie (B.Sc)
ca. 13.392 Euro

www.eurofh.de

Wie kann ich noch ohne Abitur Psychologie studieren?

Es gibt heute noch eine Reihe weiterer Möglichkeiten, wie du ohne Abitur ein Studium ergreifen kannst. Mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung (Mindestdauer zwei Jahre und staatlich anerkannt) mit anschließender mindestens dreijähriger Berufserfahrung kannst du dich ebenfalls für ein Studium qualifizieren. Wenn du Psychologie studieren willst, muss deine Ausbildung und Berufstätigkeit aber mit dem psychologischen Bereich zu tun haben.

Mittlerweile ist es aber gerade an privaten Fernhochschulen auch möglich, dich mit einer Berufsausbildung und Berufserfahrung aus einem anderen Bereich als dem Studienfach einzuschreiben. In dem Fall musst du ein Probestudium und / oder einen Zulassungstest absolvieren. Das Probestudium umfasst meist die ersten drei Semester des Studiengangs, in dem du eine gewisse Mindestpunktzahl erreichen musst.

Psychologie studieren mit einer Aufstiegsfortbildung

Ein weiterer Weg zum Studium ist der über eine Aufstiegsfortbildung. Diese können beispielsweise eine erfolgreiche Meisterprüfung oder ein Abschluss als Staatlich geprüfter Techniker (mehr dazu unter: www.staatlich-gepruefter-techniker-fernstudium.de/anerkennung-staatlich-gepruefter-techniker), Fachwirt oder Betriebswirt sein.

In all diesen Fällen kannst du einen Studiengang auswählen, der nichts mit deinen bisherigen Tätigkeitsbereichen zu tun hat. Bestimmte weitere Fortbildungen mit einem Mindestumfang von 400 Stunden werden ebenfalls wie ein Abitur behandelt und berechtigen dich zum Studium.

Nicht zuletzt kannst du auch über den zweiten Bildungsweg das Abitur oder Fachabitur nachholen. In der Erwachsenenbildung bieten öffentliche und private Schulen diverse Varianten an, um dich zum Abitur zu führen. Das klassische Abendgymnasium, das Kolleg, bestimmte berufsbezogene weiterführende Schulen oder auch eine Fernschule zur Vorbereitung auf die Nicht-Schüler-Prüfung sind hier Wege zum Abitur.

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